Die beiden letzten Wettbewerbe des Sportschießens bei den

Die beiden letzten Wettbewerbe des Sportschieens bei den Olympischen Spielen in London (Grobritannien), Freie Waffe und Trap der Herren, wurden ohne deutsche Beteiligung in der Medaillenentscheidung beendet. Maik Eckhardt (Dortmund/Foto) wurde mit dem Kleinkalibergewehr mit 1163 Ringen 21., Daniel Brodmeier (Niederlauterbach) kam mit 1156 Zhlern auf Platz 32. Karsten Bindrich (Euenhausen) verpasste das Finale im Trapwettbewerb um eine Scheibe und wurde Elfter mit 121 Treffern.

Daniel Brodmeier und Maik Eckhardt lagen nach dem Liegendschieen des Vorkampfes beide auf Finalkurs. Mit 398 Ringen war der junge Bayer direkt hinter den beiden fhrenden Schtzen, Juri Schtscherbatsevich (Weirussland und Artem Kadschibekow (Russland), platziert. Der Dortmunder Routinier lag nur unwesentlich dahinter. Ein starker Beginn beider Teilnehmer des Deutschen Schtzenbundes.

Im Stehendanschlag kam Daniel Brodmeier dann jedoch unter starken Zeitdruck. Nach 94, 93 und 96 Ringen schloss er diese Position mit einer Serie von 91 Ringen ab, die ihn auf Rang 32 zurckfallen lie. Damit hatte er seine Aussichten auf eine erneute Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen in der britischen Hauptstadt verspielt. Mit vier Serien von jeweils 96 Ringen im abschlieenden Kniendanschlag konnte Daniel Brodmeier keinen Platzierungsvorteil mehr ziehen. „Ich bin mit dem Wind und dem Licht nicht zurechtgekommen“, so Brodmeier nach seiner ersten olympischen Erfahrung.

Maik Eckhardt hatte sich seinen Wettkampf besser eingeteilt. Der erfahrene Westfale zeigte mit 97, 95, 93 und abermals 97 Ringen im Stehendanschlag eine solide Leistung, verlor zwar gegenber dem Liegendschieen einige Positionen, konnte sich aber dennoch mit 779 Ringen auf Rang elf knapp hinter den Finalpltzen einsortieren. Die Hoffnung fr das Kniendschieen blieb aufrecht erhalten, denn Peter Hellenbrand (Niederlande) lag zu diesem Zeitpunkt mit 780 Ringen auf Platz acht.

In kniender Position erzielte Maik Eckhardt dann Serien von 97, 96, noch einmal 97 und zum Schluss 94 Ringen. Bei der Klasse des Teilnehmerfeldes reichte dies aber nicht aus, um in die Nhe des Finales zu kommen. 1168 Zhler waren fr die Endrunde der besten Acht erforderlich. „Viele Schsse in die Neun waren mir einfach schleierhaft“, bilanzierte der Routinier hinterher.

Niccolo Campriani (Italien) wurde Olympiasieger 2012 in diesem Wettkampf mit dem neuen Olympischen Finalrekord von 1278,5 Ringen (Vorkampf 1180/Finale 98,5) vor Jonghyun Kim (Sdkorea), der mit 1272,5 Zhlern (Vorkampf 1171/Finale 101,5) den zweiten Rang belegte. Die Bronzemedaille ging an Matthew Emmons (USA) mit 1271,3 Ringen (Vorkampf 1172/Finale 99,3).

Diesen guten Durchgang zeigte er mit 24 Treffern auch, aber am Ende waren sechs Schtzen besser. 122 Treffer htten es sein mssen, um das Finale zu erreichen. Giovanni Cernogoraz (Kroatien) zog in der letzten Rotte noch an allen Konkurrenten, die 121 Mal trafen, vorbei und schaffte als Letzter mit 122 Treffern die Medaillenrunde der besten Sechs.

„Ich hatte in diesem Wettkampf viele Probleme mit den wechselnden Witterungsverhltnissen“, sagte Bindrich nach dem Wettbewerb, „aber ich mache nochmal vier Jahre weiter bis zu den Olympischen Spielen in Rio 2016.“

Giovanni Cernogoraz zog nicht nur als Letzter in das Finale ein, sondern sicherte sich nach einem dramatischen Stechen gegen Massimo Fabbrizi (Italien) mit 6:5 den Olympiasieg und die Goldmedaille. Beide Schtzen hatten mit 146 Treffern den Olympischen Finalrekord eingestellt. Bronze ging mit Fehaid Aldeehani (Kuwait). Nach 145 Treffern musste auch er in ein Shootoff, das er gegen Michael Diamond (Australien) mit 4:3 gewann.

Das Fazit aus deutscher Sicht zog DSBSportdirektor Heiner Gabelmann: Ziel von fnf Medaillen inklusive zweimal Gold war sicherlich etwas ambitioniert, doch Ziele sind dazu da, dass man sie hochsteckt und dann auch erreicht. Es ist fr mich persnlich und den Verband sicherlich enttuschend, da sicherlich mehr Potenzial drinsteckt. Wir waren nicht schlecht aufgestellt. 40 Prozent der Quotenpltze kommen aus dem Topteam Future also unter 25 Jahren. Diesen Weg mssen wir konsequent weitergehen. Leider haben die jungen Asse noch nicht gestochen. Die erfahrenen Leute aber leider auch nicht.“