Studie über Computerspieler

Fantasiespieler feiern in „World of Warcraft“ auch mal eine Beerdigung

Moorhuhn. Das waren noch Zeiten, als niemand mehr vor der ersten digitalen Geflügelpest sicher war. Angestellte bekamen Ärger, weil das arme Federvieh sogar im Büro vom Bildschirm gepustet wurde. Plötzlich waren wir alle Zocker auf der Jagd nach dem Highscore. Doch wie sieht der wahre Gamer nun aus? Zwischen 15 und 17, picklig, pubertär und außerhalb seiner heilen Spielewelt ein soziales Wrack?

Die Ende 2006 fertig gestellte Studie „Spielplatz Deutschland“ untersuchte die Typologie der Computer- und Videospieler. Sie entstand in Kooperation mit der Werbeagentur Jung von Matt, dem weltgrößten Spielehersteller Electronic Arts und dem deutschen Spielemagazin GEE. Dazu wurden im Sommer 2005 3.000 Menschen, die in den zwölf Monaten zuvor ein Computerspiel gekauft haben, zu ihren Vorlieben befragt. Im Bezug auf die Auswahl ihrer Spiele, ihre Freizeitaktivitäten, sogar ihre Kühlschränke wurden untersucht, um Rückschlüsse auf den Lebensstil und das Markenbewusstsein der Befragten ziehen zu können. Dass ein Werbeunternehmen wie Jung von Matt mit der von EA gesponserten Studie beauftragt wurde, zeigt, dass die Werbeindustrie die Gamer als relevante Zielgruppe entdeckt hat. Der Spieleentwickler wollte wissen, wie man Spieler innerhalb von Computer- und Videospielen gezielter mit Werbung ansprechen kann.

IntensivspielerBeim Wort Computerspiel haben vor allem Eltern sofort bestimmte Bilder im Kopf: Junge Kerle sitzen mit Kopfhörern vor Bildschirmen und spielen Terrorist, jagen Gebäude in die Luft und erstechen hinterrücks ihre Gegner. Diesen klischeegebeutelten Typ definiert die Studie als Intensivspieler. Er ist Anfang 20 und hat mit 80 Prozent den höchsten Männeranteil. Trotzdem stellt er mit fünf Prozent den geringsten Anteil der spielenden Bevölkerung. Auch, wenn er dem Vorurteil am nächsten kommt – sozial isoliert ist er nicht. Er spielt meistens online mit Freunden oder vernetzt seinen Computer mit anderen. Was aber nicht heißt, dass dieser Spielertyp unsportlich ist. Fußball gehörte genauso zu seinem Leben wie ein guter Kinofilm.

FreizeitspielerDie größte Gruppe im Gamervolk bildet mit 54 Prozent der Freizeitspieler. Mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren auch die Älteste. Familienväter und Frauen in Führungspositionen: Dieser Spielertyp steht mitten im Leben. Angefangen zu spielen hat er erst durch seinen neu angeschafften Computer. Gespielt wird aber nur, wenn die Kinder im Bett sind. Dieser Typ hat seine Vorliebe für Sport- und Geschicklichkeitsspiele entdeckt. Fußballspiele wie „Fifa“ oder „Gehirnjogging“ stehen bei Freizeitspielern hoch im Kurs. Hat er nichts zu tun, tunt er auch gerne seinen Rennboliden im Rennspiel „Need for Speed“. Komplexe Spielewelten und komplizierte Steuerungen nehmen zu viel Zeit in Anspruch. Der Gelegenheitsspieler möchte sich einfach vom stressigen Alltag entspannen.

GewohnheitsspielerDer Gewohnheitsspieler ist mit Videospielen aufgewachsen. Seine Spielerkarriere reicht vom klobigen Spielautomat in der Eckkneipe über den Atari und C64 bis zur neuen Playstation 3. Videospiele sind ihm genauso wichtig wie ein gutes Buch. Der pixelige „Pacman“ und „Super Mario“ waren die Helden seiner Jugend. Jetzt ist er in den mittleren Dreißigern und nutzt die Konsole eher zum Zeitvertreib. Da er neben Beruf und Familie kaum Zeit hat, spielt er Fun- und Sportspiele.

FantasiespielerDurch immer realistischere Spielegrafiken identifizieren sich Gamer auch zunehmend mit ihren virtuellen Pendants. Der Fantasiespieler nutzt den Computer, um in fremde Welten abzutauchen. Ohne Zwänge und Regeln. Die Spielfiguren agieren auf seinen Befehl hin. Er kann endlich Kontrolle ausüben. Meist ist er ein Familienmensch und lebt in einem Drei- oder Mehrspielerhaushalt. Mit sechs Prozent repräsentiert er aber nur eine Randgruppe unter den Gamern.

DenkspielerWer in Spielen eher die Herausforderung sucht, gehört zu Gruppe der Denkspieler. Rätseln, Verwalten und die effizienteste Strategie austüfteln, das bereitet diesem Typ die größte Freude. Mit elf Prozent stellt er die drittgrößte Truppe unter den Spielern.

Auch ich sehe die Gruppeneinteilung als viel zu grob an. die Abwechslung und spiele verschiedene Spiele aus allen m Genres. Bei mir spielt es sich au in Phasen ab. Diablo2 am PC. Dann spiele ich eine Zeit lang haupts Need for Speed Underground auf der XBox, und auch nur ab und zu, je nachdem wieviel Zeit ich habe. Dann kam es vor, dass ich ein paar Monate fast gar nichts spielte. Und nun zocke ich fast t Der Herr der Ringe online, aber auch das wird vermutlich nur ein paar Monate so bleiben und garantiert selteren werden.
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